Onkologisches Forum Celle e. V.

28.02.18: Nüsse verbessern Überlebenschance bei Darmkrebs
01.08.16: Ernährung bei Krebs - Was ist gesund?
20.12.16: Schärfemolekül bremst Wachstum von Brustkrebs
21.07.16: Fetter Fisch steigert Überlebensraten bei Darmkrebs

21.10.14: Kochbuch gegen Krebs

 

 

Nüsse verbessern Überlebenschancen in Darmkrebsstudie

Boston – Teilnehmer einer klinischen Studie zur Chemotherapie des fortgeschrittenen Kolorektalkarzinoms überlebten laut einer Analyse im Journal of Clinical Oncology (2018; doi: 10.1200/JCO.2017.75.5413) den Krebs häufiger, wenn sie eine Handvoll Nüsse am Tag verzehrten.

Trotz ihres hohen Kaloriengehalts gelten Nüsse als gesund. Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren, zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe sowie bioaktive Substanzen wie phenolische Antioxidantien und Phytosterole sollen gesunde Menschen vor Krankheiten schützen.

Das jedenfalls legte eine vor fünf Jahren vorgestellte Auswertung der Nurses’ Health Study und der Health Professionals Follow-up Study nahe. Der häufige Verzehr von Nüssen war dort mit einem verminderten Sterberisiko assoziiert. Er schützte nicht nur vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Die Teilnehmer der beiden prospektiven Beobachtungsstudien hatten auch ein um 17 Prozent vermindertes Risiko, an Krebs zu sterben (NEJM 2013; 369: 2001-11).

Die Ergebnisse der Studie haben Temidayo Fadelu und Mitarbeiter vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston veranlasst, den Einfluss von Nüssen bei Menschen zu untersuchen, die bereits an Krebs erkrankt sind. Die Forscher werteten dazu die Daten der Studie CALGB 89803 aus, die Anfang der 2000er Jahre zur adjuvanten Chemotherapie des fortgeschrittenen Kolorektalkarzinoms durchgeführt worden war. Die Studie hatte damals untersucht, ob Irinotecan die Ergebnisse des Mayo-Regimes mit Fluorouracil plus Leucovorin verbessern kann. Dies war, wie die vor zehn Jahren publizierten Ergebnisse zeigten, nicht der Fall (J Clin Oncol 2007; 25: 3456-61).

Die 1.264 Teilnehmer hatten damals einen Fragebogen zu ihrer Ernährung ausgefüllt, der es Fadelu jetzt erlaubte, den Einfluss der Ernährung auf die Überlebenszeiten untersuchen. Die Ergebnisse, die bereits im letzten Jahr auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology in Chicago vorgestellt wurden, zeigen, dass die Patienten, die häufig Nüsse verzehrten, die Krebserkrankung häufiger und länger überlebt hatten.

Für den Verzehr von zwei oder mehr Portionen Nüsse pro Woche ermittelt Fadelu eine adjustierte Hazard Ratio von 0,58, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,37 bis 0,92 signifikant war. Mit anderen Worten: Der regelmäßige Verzehr hatte den Anteil der Patienten, bei denen es nach Operation und Chemotherapie erneut zu einem Tumorwachstum gekommen war, um 42 Prozent gesenkt. Die Chance, den Darmkrebs zu überleben, stieg bei einer adjustierten Hazard Ratio von 0,43 (0,25-0,74) sogar um 57 Prozent.

In beiden Analysen war der Vorteil auf den Verzehr von Baumnüssen beschränkt. Die adjustierte Hazard Ratio für ein krankheitsfreies Überleben betrug hier 0,54 (0,34-0,85), die Hazard Ratio für das Gesamtüberleben lag bei 0,47 (0,27.0,82). Erdnüsse, die botanisch zu den Hülsenfrüchten gehören, hatten keine protektive Wirkung.

Die Ergebnisse sind ein deutlicher Hinweis für eine protektive Wirkung, beweisen können sie dies jedoch nicht. Für die nachträgliche Auswertung einer Therapiestudie gelten die gleichen Einschränkungen wie für prospektive Beobachtungsstudien. Es lässt sich beispielsweise nicht ausschließen, dass Teilnehmer, die aus anderen Gründen ihre Krebserkrankung besser überstanden haben, häufiger Geschmack an Nüssen hatten. Der Konsum von Nüssen könnte auch nur eines von mehreren Kennzeichen einer gesünderen Lebens- und Ernährungsweise gewesen sein, die auch ohne den Konsum von Nüssen die Überlebenschancen verbessert hätte.

Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass sich Patienten bei Krebserkrankungen nicht allein auf die medizinische Therapie verlassen müssen. Sie könnten etwa durch eine Umstellung der Ernährung die Heilungschancen verbessern. Es fehlt jedoch bisher weitgehend an randomisierten kontrollierten Studien, die diesen Aspekt mit in die therapeutischen Pläne einbeziehen.

(aerzteblatt.online, Sonntag, 4.3.18, Melissa Varoy)

 

 

Ernährung bei Krebs: Was ist gesund?

Bei einer Krebserkrankung benötigt der Körper eine spezielle, ausgewogene Ernährung. Worauf Krebskranke achten sollten, erklärt Dr. Susanne Weg-Remers vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.

Frau Dr. Weg-Remers, wie sollten sich Krebskranke am besten ernähren?

Während der Krebstherapie werden Patienten mit Untergewicht oder drohender Mangelernährung speziell behandelt. Alle anderen Patienten benötigen in etwa dieselbe Energiemenge wie Gesunde, allerdings in etwas veränderter Zusammensetzung: Sie sollten sich zum Beispiel eiweißreicher ernähren als Gesunde: Statt mindestens 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilo Köpergewicht pro Tag sollen es 1,2 bis 1,5 Gramm sein, bei schlechtem Ernährungszustand sogar bis zu 2 Gramm. Denn Tumorpatienten haben einen erhöhten Eiweißumsatz und bauen sonst unter Umständen Muskeln ab.

Außerdem sollten Krebskranke mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen als Gesunde – 60 statt 50 Prozent der täglich aufgenommenen Energie. Der Bedarf an Nährstoffen und Vitaminen hängt jedoch auch von der Tumorart, von Alter und körperlicher Aktivität des Patienten ab, so dass es meist nicht möglich ist, pauschale Empfehlungen zu geben.

Benötigen Krebskranke spezielle Vitaminpräparate?

Zusätzliche Vitamine benötigen in der Regel höchstens Patienten, die einen klinisch nachgewiesenen Vitaminmangel haben. Dies kann zum Beispiel bei Patienten der Fall sein, denen aufgrund einer Tumorerkrankung der Magen ganz oder teilweise entfernt werden musste. Sie können unter anderem Vitamin B12 nicht mehr ausreichend aufnehmen. Krebspatienten ohne Vitaminmangel empfehlen wir keine Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind nicht nur unnötig – zusätzliche Vitamine können sogar schädlich sein. Stattdessen gilt: Viel Obst und Gemüse essen.

Wie steht es mit einzelnen Lebensmitteln, die bei Krebs helfen sollen, wie Brokkoli oder Seefisch?

Bei Meldungen, dass fetter Fisch, Brokkoli, Soja oder ein anderes Lebensmittel gegen Krebs hilft, sollte man vorsichtig sein. Denn eine einseitige Ernährung ist auf keinen Fall empfehlenswert und kann zu Nährstoffmängeln führen. Natürlich ist zum Beispiel Fisch generell gesund und eine gute Eiweißquelle, also ein guter Ersatz für Fleisch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ja, rotes Fleisch und Wurst nur in kleinen Mengen zu essen, da größere Mengen das Krebsrisiko erhöhen können.

Gibt es spezielle Krebsdiäten?

Generell empfehlen wir – wie auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin – keine speziellen Krebsdiäten. Denn für keine der zahlreichen Diäten, die von verschiedenen Seiten vorgeschlagen werden, ist eine Wirksamkeit belegt. Versuche, mithilfe einer strengen Diät den Krebs "auszuhungern", sind nicht ratsam und können schädlich sein.

Auch Übergewichtige sollten während der Therapie nicht hungern. Ihr Körper braucht dann all seine Energie, um den Krebs zu bekämpfen und die Nebenwirkungen der Behandlung wegzustecken. Erst nach Abschluss der Erstbehandlung, beispielsweise in der Reha, sollten sie anfangen abzunehmen. Bei bestimmten Krebsarten ist das dann aber besonders wichtig. So sinkt das Rückfallrisiko bei Brustkrebs durch Abnehmen  und eine fettreduzierte, ballaststoffreiche Diät.

Warum schaffen es viele Patienten nicht, ausreichend Energie aufzunehmen?

Bei Krebs können unterschiedliche Probleme auftreten: Appetitlosigkeit ist eine häufige Komplikation. Dann ist es sinnvoll, wenn sich der Patient ausgewogen ernährt und vor allem isst, was ihm besonders gut schmeckt. Aber auch appetitsteigernde Medikamente können helfen.

Durch Chemo- oder Strahlentherapie kann es zu Schleimhautentzündungen kommen, die die Nahrungsaufnahme erschweren. Außerdem können Übelkeit und Erbrechen auftreten. All dies kann Probleme mit der Nährstoffaufnahme mit sich bringen. Entsprechende Medikamente können gegen die Übelkeit helfen, bei Nährstoffmangel gibt es ergänzende Zusatznahrung.

Von einer Kachexie spricht man, wenn Stoffwechselveränderungen durch den Tumor selbst zu einer Auszehrung führen und der Patient stark abnimmt. Eine vermehrte Nahrungsaufnahme hilft dann meist nicht – oft ist eine Ernährungstherapie notwendig.

Wann ist der Gewichtsverlust so stark, dass er behandelt werden muss?

Der Ernährungszustand eines jeden Patienten sollte bei der Aufnahme in die Klinik sowie während der Behandlung regelmäßig alle vier bis sechs Wochen überprüft werden. Eine Mangelernährung droht, wenn der BMI unter 18,5 liegt oder der Patient in letzter Zeit ohne sein Zutun mehr als 10 Prozent seines Gewichts abgenommen hat. Auch auf Menschen mit einem BMI von unter 20, die kürzlich mehr als fünf Prozent abgenommen haben, trifft das zu.  Vor allem vor einer größeren Operation sollte ein Patient ausreichend ernährt sein. Bei drohender oder bestehender Mangelernährung kann eine Ernährungstherapie helfen. Sie wird von Ärzten außerdem angeordnet, wenn absehbar ist, dass der Patient wegen einer geplanten Operation für fünf bis sieben Tage nicht regulär essen kann.

Wie genau sieht eine Ernährungstherapie aus?

Dabei geht der Arzt nach einem Stufenschema vor: Zuerst verordnet er eine Ernährungsberatung, wo der Patient erfährt, wie er seinen Kalorienbedarf decken kann und worauf er achten sollte. Gelingt das nicht, wird der Arzt als nächstes eine Speisenanreicherung empfehlen. Dabei rührt der Patient energiereiches Pulver unter sein Essen oder ergänzt es mit Trinknahrung. Bei manchen Krebsarten fällt den Patienten das Schlucken schwer oder ihre Verdauung ist beeinträchtigt. Dann können sie mithilfe einer Sonde ernährt werden. Falls das nicht reicht oder nicht möglich ist, kann der Arzt eine Nährstofflösung über eine Vene verabreichen.

Warum ist die Ernährungsberatung am Anfang so wichtig?

Krebspatienten sollten wenn irgend möglich normal essen, eine Ernährungstherapie sollte – falls sie nötig ist – am besten nur eine Ergänzung sein. Generell ist bei Krebs eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Wir beobachten aber häufig, dass vielen Menschen nicht klar ist, was man darunter versteht. Deshalb ist die Ernährungsberatung durch eine qualifizierte Fachkraft auf jeden Fall sinnvoll. Sie wird für Krebspatienten in der Regel von der Kasse bezahlt und nach ärztlicher Verordnung zum Beispiel in den Tumorzentren angeboten.

Während einer Krebsbehandlung sollten Patienten auf jeden Fall darauf achten, mit Genuss zu essen. Es bringt nichts, sich alles zu verkneifen, um den Tumor vermeintlich auszuhungern. Stattdessen sollten sich Betroffene auch mal ein Stück Kuchen gönnen. Das ist ein wichtiges Stück Lebensqualität, auf das sie nicht verzichten sollten.

(Apotheken-Umschau, 1.8.16, Daniela Frank)

 

 

 

Schärfemolekül bremst Wachstum von Brustkrebszellen

Capsaicin, ein Inhaltsstoff von scharfen Substanzen wie Peperoni oder Pfeffer, hemmt das Wachstum von Brustkrebszellen. Das berichtet ein Team um den Bochumer Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt und Dr. Lea Weber nach Experimenten an kultivierten Zellen. In der Zeitschrift „Breast Cancer – Targets and Therapy“ stellen die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum ihre Ergebnisse vor, gemeinsam mit Kollegen der Augusta-Kliniken Bochum, des Herz-Jesu-Krankenhauses Dernbach sowie dem Kölner Zentrum für Genomik.

Die Versuche erfolgten mit der Zelllinie SUM149PT, die ein Modellsystem für eine besonders aggressive Brustkrebsform ist, den Triple-negative-Typ. Für diese Krebsart ist die Chemotherapie derzeit die einzige mögliche Behandlung.

Besonders häufiger Rezeptor

In den kultivierten Zellen fand das Team eine Reihe klassischer Riechrezeptoren. Besonders häufig vertreten war aber vor allem ein Rezeptor, der sonst im fünften Hirnnerv, dem Nervus trigeminus, vorkommt. Er gehört zu den sogenannten Transient-Receptor-Potential-Kanälen und trägt den Namen TRPV1. Neben dem Schärfemolekül Capsaicin aktiviert auch Helional – ein Duft nach frischer Meeresbrise – diesen Rezeptor.

In Kooperation mit Privatdozentin Dr. Gabriele Bonatz vom Brustzentrum der Augusta-Kliniken Bochum bestätigte Hatts Team die Existenz von TRPV1 in Tumorzellen in neun verschiedenen Burstkrebsproben.

Krebszellen sterben ab

Die Forscher aktivierten den TRPV1-Rezeptor in Zellkultur mit Capsaicin oder Helional, indem sie die Stoffe für mehrere Stunden oder Tage zu der Kultur hinzugaben. Dadurch vermehrten sich die Krebszellen langsamer. Außerdem starben durch die Behandlung verstärkt Tumorzellen ab. Die überlebenden Zellen waren zudem nicht mehr in der Lage, sich so schnell zu bewegen wie zuvor; das lässt darauf schließen, dass sie im Körper schlechter Metastasen bilden könnten.

„Wenn wir den TRPV1-Rezeptor gezielt durch Medikamente anschalten könnten, könnte sich ein neuer Ansatz für die Behandlung dieser Krebsform ergeben“, sagt Hanns Hatt. Eine Aufnahme über die Nahrung oder durch Einatmen reicht dazu nicht aus.

Wirksam in Mäusen

Die Chemikalie Arvanil – chemisch ähnlich zum Schärfemolekül Capsaicin – hatte sich in früheren Studien anderer Gruppen bereits als wirksam gegen Hirntumoren bei Mäusen erwiesen; sie reduzierte das Tumorwachstum in den Tieren. Aufgrund zu starker Nebenwirkungen ist diese Substanz aber nicht für Menschen zugelassen. Neben Capsaicin und Helional aktivieren auch die körpereigenen Endovanilloide den TRPV1-Rezeptor.
Originalveröffentlichung: Lea V. Weber, Klaudia Al-Refae, Gerhard Wölk, Gabriele Bonatz, Janine Altmüller, Christian Becker, Günter Gisselmann, Hanns Hatt: Expression and functionality of TRPV1 in breast cancer cells, in: Breast Cancer – Targets and Therapy, 2016, DOI: 10.2147/BCTT.S121610

(Informationsdienst Wissenschaft, 20.12.2016, Dr. Julia Weiler)

 

 

 

Fetter Fisch steigert Überlebenschancen bei Darmkrebs

Dass Fisch gesund ist, ist bekannt. Eine aktuelle Studie offenbart was Neues. Demnach sollten Darmkrebspatienten fettreichen Fisch, wie Lachs und Thunfisch, verzehren.

Fetter Fisch ist gesund. Er soll sogar gegen Darmkrebs helfen. Das will eine Studie belegen, die am Mittwoch im britischen Fachmagazin »Gut» erschienen ist. Demnach können Menschen, die an Darmkrebs erkrankt sind, ihre Überlebenschancen steigern, wenn sie häufig fettreichen Fisch essen. Lachs oder Thunfisch beispielsweise. Dieser beinhaltet nämlich besonders viel gesunde Omega-3-Fettsäuren.

Fetter Fisch soll gut für Darmkrebs-Patienten sein

Für die Untersuchung wurden 170.000 US-Bürger herangezogen. 1659 von ihnen waren an Darmkrebs erkrankt. Die Daten der Teilnehmer an der Studie wurden analysiert. Patienten, die nach ihrer Krebsdiagnose täglich mindestens 0,3 Gramm an Omega-3-Fettsäuren verzehrten, hatten demnach ein »um 41 Prozent niedrigeres Risiko, an ihrer Krankheit zu sterben» als Patienten, deren Konsum bei unter 0,1 Gramm pro Tag lag.

Omega-3-Fettsäuren sind für Wachstum sowie eine gesunde Gehirnfunktion wichtig und werden für wichtige Stoffwechselprozesse benötigt. Der Körper kann sie aber nicht selbst herstellen, deshalb müssen sie durch die Nahrung aufgenommen werden.

Wissenschaftler wollen beweisen, dass der Zusammenhang zwischen fettem Fisch und dem Zustand der Darmkrebspatienten kein Zufall ist. Deshalb rief die Studie zu weiteren Untersuchungen auf. Die Analyse gebe aber erste Hinweise in großem Maßstab, dass der Konsum fettreicher Fische die Überlebenschancen bei Darmkrebs positiv beeinflussen könnte.

(Augsburger Allgemeine, 21.7.16, afp)

 

 

Ein Kochbuch als Therapie

Kochen gegen den Krebs

Eine Krebserkrankung ist das schlimmste, was sich viele Menschen vorstellen können. hr1-Köchin Sybille Schönberger stellt jetzt ein Kochbuch vor, das bei der Vorbeugung und im Krankheitsfall helfen soll.

Von jedem verkauften Buch gehen 2 Euro als Spende an die DKMS LIFE.

Kochen gegen Krebs. Das ist eine gewagte These, schließlich kämpft die Wissenschaft noch immer mit dieser Krankheit. Da erscheint es schon erstmal abwegig, mit einer Diät, ernährungsplan oder den richtigen Rezepten dagegen anzukommen. Und zugegeben: rein wissenschaftlich gesehen gibt es natürlich weder eine Diät gegen Krebs noch ein Heilungsversprechen bei einer bestimmten Ernährung bzw. konkreten Lebensmitteln.

hr1-Köchin Sybille Schönberger sieht ihre neue Rezeptsammlung als Hilfe, die persönliche Herausforderung anzunehmen. Egal ob es als Patient ist oder auch einfach als bewusst lebender Mensch, der seine Chancen auf ein längeres Leben mit der entsprechenden Ernährung erhöhen möchte.

Mit Dietmar Pötter hat Sybille Schönberger am Dienstag, 21. Oktober, über ihr neues Buch gesprochen, das möglichst viele Menschen dazu motivieren soll, es dem Krebs es so schwer wie möglich zu machen. Und dabei soll genussvolles Essen – auch nach einer Erkrankung – eine wichtige Rolle spielen und helfen, die "Lust auf Leben" nie zu verlieren. Dazu gehören die richtigen Zutaten und die besten Kochverfahren um die Lust auf Ungesundes zu überwinden.

Sybille Schönberger & Prof. Dr. Hans Hauner:
Lust auf Leben – Kochen gegen Krebs
Verlag: 99 Pages, ISBN 978-3-942518-25-3, 36 €

(Hessischer Rundfunk, 21.10.14, jaac / tiha)

 

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